Geld erzeugt
Kriminalität
Kriminalität
Kriminalität
Es reicht nicht aus, sich vom Geld zu befreien, weil in Beziehung dazu viele Straftaten geschehen. Niemand würde die Mobilität abschaffen, nur weil es Verkehrstote gibt. Da Geld aber kein gutes Mittel ist, die Gesellschaft oder die Welt zu organisieren, wäre der Wegfall vieler Straftaten eine angenehme Nebenwirkung, die sich sehr positiv auf die Kriminalität auswirkt. Das würde zu einer deutlich sichereren und friedlicheren Gesellschaft führen.
Aktuell ist ein erheblicher Teil der Kriminalität direkt oder indirekt mit monetären Motiven verbunden. Ob Diebstahl, Raub, Betrug, organisierte Kriminalität, Drogenhandel oder Korruption – der Wunsch nach finanziellem Gewinn ist oft die treibende Kraft. Was passiert also, wenn dieser Anreiz verschwindet?
Der Wegfall monetär bedingter Kriminalität
Der offensichtlichste und unmittelbarste Effekt einer geldfreien Gesellschaft wäre das Verschwinden aller Straftaten, die primär auf Profit ausgerichtet sind.
- Diebstahl und Raub: Wenn Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Kleidung für alle zugänglich sind und materielle Güter nicht mehr monetären Wert repräsentieren, gibt es keinen Anreiz mehr, diese zu stehlen. Der „Besitz“ würde sich von einer Quelle der Sicherheit zu einem Mittel zum Zweck wandeln.
- Betrug und Finanzkriminalität: Ohne Banken, Währungen, Aktienmärkte oder Steuersysteme gäbe es keine Grundlage für Finanzbetrug, Geldwäsche, Insiderhandel oder Steuerhinterziehung. Ein riesiges Feld der Kriminalität würde schlichtweg nicht mehr existieren.
- Organisierte Kriminalität und Drogenhandel: Die großen kriminellen Organisationen leben vom Profit aus illegalen Gütern und Dienstleistungen. Ohne die Möglichkeit, Geld zu verdienen und zu waschen, würden ihre Strukturen zusammenbrechen. Der Drogenhandel beispielsweise würde an Bedeutung verlieren, wenn Sucht nicht mehr als Geschäftsmodell genutzt werden kann und Prävention und Therapie frei zugänglich sind.
- Korruption: Die Verlockung, Machtpositionen für persönlichen monetären Gewinn zu missbrauchen, wäre passé. Politische Entscheidungen oder die Vergabe von Ressourcen würden nicht mehr durch Bestechung beeinflusst, da der „Wert“ der Bestechung (Geld) entfällt.
Reduzierung von sozialen Spannungen und Gewalt
Ein großer Teil der Gewaltkriminalität und sozialer Unruhen ist ebenfalls auf ökonomische Ungleichheit und Verzweiflung zurückzuführen:
- Armut als Kriminalitätsursache: Viele Straftaten sind ein direktes Ergebnis von Armut und dem Kampf ums Überleben. Wenn die Grundbedürfnisse aller gedeckt sind und niemand mehr in existenzieller Not ist, würde dieser Druck wegfallen.
- Abbau von Ungleichheit: Die extreme Kluft zwischen Arm und Reich, die heute oft zu Neid, Frustration und Ressentiments führt, würde sich schließen. Soziale Gerechtigkeit ist ein mächtiges Präventionsinstrument.
- Weniger Konflikte um Ressourcen: Viele Konflikte, sowohl auf individueller als auch auf globaler Ebene, entstehen aus dem Kampf um knappe oder wertvolle Ressourcen. Wenn Ressourcen als Gemeingut verwaltet werden und der Zugang für alle gesichert ist, würde dieser Konfliktherd schwinden.
Strafrechtssystem
Das Rechtssystem würde sich ebenfalls grundlegend wandeln. Es ginge nicht mehr darum, Eigentumsrechte zu schützen oder Geldbußen zu verhängen, sondern um den Schutz des Einzelnen und der Gemeinschaft vor physischem oder psychischem Schaden.
- Fokus auf den Menschen: Straftaten wie Körperverletzung, Bedrohung, sexueller Missbrauch oder Zerstörung von Gemeinschaftseigentum würden weiterhin bestehen, aber der Fokus der Gesellschaft und des Rechtssystems würde sich rein auf das Wohlergehen der Individuen und das harmonische Zusammenleben richten.
- Restaurative Gerechtigkeit: Statt auf Bestrafung zu setzen, könnten restaurative Gerechtigkeitsansätze in den Vordergrund treten. Das Ziel wäre, den Schaden zu beheben, das Opfer zu heilen und den Täter zu rehabilitieren und in die Gemeinschaft zu reintegrieren, anstatt ihn zu isolieren oder ihm finanziell zu schaden.
- Prävention durch Befähigung: Die Gesellschaft könnte immense Ressourcen, die heute in die Kriminalitätsbekämpfung, Gefängnisse und juristische Prozesse fließen, in die Prävention investieren: Bildung, psychologische Unterstützung, Gemeinschaftsaufbau und die Förderung intrinsischer Motivationen.
Verbleibenden Herausforderungen
Es ist wichtig zu betonen, dass eine Welt ohne Geld nicht automatisch alle Arten von Kriminalität beseitigen würde. Psychologisch oder emotional motivierte Straftaten wie Gewalt aus Eifersucht, Hassverbrechen oder pathologische Zerstörungswut könnten weiterhin existieren. Aber selbst hier würde das Fehlen von monetären Zwängen und der allgemeine Anstieg des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit in der Gesellschaft wahrscheinlich zu einer generellen Reduzierung von Aggression und Verzweiflung führen.
Die Opfer
In der Diskussion über die Befreiung vom Geld und ihre Auswirkungen auf die Kriminalität konzentrieren wir uns oft auf die Täter und das System. Doch ebenso wichtig ist es, die Perspektive der Opfer von Kriminalität einzunehmen.
Für sie bedeutet das Verschwinden des Geldes nicht nur eine drastische Reduzierung der Wahrscheinlichkeit, Opfer zu werden, sondern auch eine grundlegende Veränderung der Art und Weise, wie mit dem erlittenen Leid umgegangen wird. Zahlreiche Qualen, die Opfer heute durchleben, würden schlichtweg nicht mehr existieren.
Die Befreiung vom Geld verspricht nicht nur eine Reduzierung der Kriminalität an sich, sondern auch eine radikale Verbesserung der Situation für jene, die dennoch Opfer werden. Es geht darum, das „Opferdasein“ in seiner heutigen Form zu überwinden und eine Gesellschaft zu schaffen, in der das Wohl und die Heilung jedes Einzelnen im Mittelpunkt stehen, frei von den belastenden Nachwirkungen materieller oder finanzieller Verluste. Es ist eine Vision von radikaler Empathie und Fürsorge.
Fazit
Eine friedlichere und menschlichere Existenz
Die Befreiung vom Geld ist nicht nur eine wirtschaftliche oder soziale, sondern auch eine zutiefst moralische und ethische Revolution. Indem wir die primäre Wurzel so vieler krimineller Handlungen entfernen – das Streben nach materiellem Gewinn – schaffen wir die Grundlage für eine Gesellschaft, die sich auf Kooperation, Empathie und das Gemeinwohl konzentriert.
Kriminalität würde zu einem selteneren Phänomen, das nicht mehr von systemischen Ungerechtigkeiten genährt wird, sondern als individuelle Dysfunktion betrachtet und mit umfassenden präventiven und rehabilitativen Maßnahmen angegangen werden könnte.
Die Vision ist klar: Eine Welt, in der wir uns nicht mehr gegenseitig ausbeuten oder für Reichtum schaden, sondern in der die Sicherheit und das Wohlergehen jedes Einzelnen das höchste Gut sind. Das ist eine Zukunft, in der wir viel freier und sicherer leben könnten.
Wir brauchen eine Vision, in der es allen Menschen gut geht. Wir erwirtschaften genug für alle, doch der Wohlstand kommt nur wenigen zugute, während es immer mehr Menschen schlechter geht. In Zukunft werde ich weitere Artikel zu diesem Thema veröffentlichen – ergänzt durch einen passenden Song. 🎵
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